Grüne Rheinfunken

Kein gewöhn­li­cher Kar­ne­vals­verein: Die Grünen Rhein­funken

Die Gründer*innen der KG Grüne Rhein­funken e.V. bezeichnen sich als Kölns ersten öko­lo­gi­schen und sozialen Kar­ne­vals­verein und haben das Motto “Weniger Müll, mehr Spaß” fest im Blick. Seit ihrer Grün­dung im Jahr 2020 setzen sie auf Nach­hal­tig­keit und nehmen als Fuß­gruppe am Kar­ne­valszug der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Diens­tags-Veedelszog Sülz-Klet­ten­berg-Lin­den­thal 1953 e.V. teil. Jedes Jahr ent­wi­ckeln sie dabei ein eigenes Motto.

Prä­si­dent Olivér Szabó schil­dert, wie es zur Grün­dung kam: „Mich hat es gestört, wenn meine Kinder mit drei oder vier Säcken voller Süßig­keiten nach Hause kamen, von denen letzt­end­lich ein Groß­teil ent­sorgt werden musste, weil nie­mand so viele Süßig­keiten essen kann. Tat­säch­lich kommen alle Kar­ne­vals­züge in Köln auf geschätzte 800 Tonnen Süß­waren, die geworfen werden. Die Strüßjer kommen noch hinzu. Eine enorme Res­sour­cen­ver­schwen­dung, wenn man an den Müll und die Energie für Pro­duk­tion, Ver­pa­ckung und Trans­port denkt.“

Mit einigen Freunden hat er dann bei einem Kölsch in der Kneipe „Köl­scher Klaaf“ in Sülz beschlossen, eine Kar­ne­vals­ge­sell­schaft zu gründen, um zu zeigen, dass es auch anders geht. Sie ver­teilen Möhren, faire und geret­tete Scho­ko­lade, plas­tik­freies Kau­gummi, Pop­corn zum Sel­ber­ma­chen und Saat­gut­ku­geln, soge­nannte Seed­balls, statt Kamelle, und ihr Fest­wagen ist ein Las­tenrad. Szabó erzählt von ihrem ersten Ein­satz: „Zunächst haben viele Zuschauer am Rand nicht so richtig ver­standen, was unsere Bot­schaft ist. Zumal wir unsere Sachen nicht werfen, son­dern den Leuten in die Hand geben, weil wir glauben, dass es so per­sön­li­cher ist und auch nicht so leicht weg­ge­worfen wird. Schon beim zweiten Mal war das Echo dann viel besser.“

Durch die Covid-Pan­demie etwas zurück­ge­worfen, haben sie beschlossen, jetzt noch einmal richtig durch­zu­starten und planen gerade ihre erneute Teil­nahme am Diens­tagszug in Sülz. Unter dem Motto „Super­helden retten Lebens­mittel“ wollen sie dabei sein. Dafür lassen sie zur­zeit ein­heit­liche Hoo­dies mit ihrem Logo und indi­vi­du­elle Kappen aus Upcy­cling-Mate­ria­lien her­stellen. Olivér Szabó betont: „Bei all dem ist es uns wichtig, dass wir nicht mit erho­benem Zei­ge­finger durch die Gegend laufen und nie­mandem den Spaß ver­derben wollen. Wir wollen nur ein Bei­spiel dafür sein, dass es auch anders geht, und andere dazu anregen, es auch einmal zu ver­su­chen.“

Die Grünen Rhein­funken freuen sich über neue Mit­glieder aus allen Vier­teln der Stadt Köln und bieten an, Schulen zu beraten, die bei Veedels­zügen mit­gehen, wie ein nach­hal­tiger Kar­neval ver­wirk­licht werden kann.

gruenerheinfunken.de

03.2024 // von: Doro­thee Men­ni­cken

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