Die Vulkaneifel: Erholung vor der Haustür

Nur rund 100 Kilometer oder etwa 1,5 Autostunden vom Kölner Westen entfernt liegt das kleine Örtchen Sassen in der Vulkaneifel. Hier betreiben die beiden Kölner Wolfgang Minder und Pascale Rudolph seit 2018 das Maison ARLO. Das liebevoll umgebaute Bruchsteinhaus, einst Stall und Scheune, bietet auf 60 Quadratmetern Platz für bis zu vier Personen – und vor allem Ruhe und Entschleunigung. Vier Jahre dauerte es, das Bauernhaus mit traditionellen Naturmaterialien wie Lehmsteinen, Eichenholz, Schilfrohr und reinem Kalkputz in einen besonderen Rückzugsort zu verwandeln.

Inzwischen gibt es zahlreiche Stammgäste – und allen fällt auf, wie ungewohnt still und dunkel es hier nachts ist. Nach Mitternacht werden die Straßenlaternen abgeschaltet, und der Blick in den Himmel offenbart eine Milchstraße, wie man sie in Köln kaum noch kennt. Nicht weit entfernt, bei den Dauner Maaren, befindet sich das ehemalige Observatorium der Universität Bonn, wo Besucher*innen heute selbst in die Sterne schauen können.

Auch das Maison ARLO eröffnet weite Perspektiven: Alle Zimmer blicken in den Garten und über das Tal. Wanderungen starten direkt vor der Haustür – über Feld- und Waldwege, immer der eigenen Neugier folgend. Wer tiefer in die Erdgeschichte eintauchen möchte, erreicht nach sieben Kilometern Ulmen: Hier entstand vor rund 11.000 Jahren das jüngste Maar der Region. Im 120 Meter langen Maarstollen lassen sich vulkanische Schichten eindrucksvoll erkunden. Zudem bietet der Natur- und Geopark Vulkaneifel abwechslungsreiche Führungen an.

Durch Sassen führen Routen wie die „Geschichtsstraße“ oder „Spuren der Kamillen Traud“, die an die bewegte Vergangenheit der Region erinnern. Heute zeigt sich das Dorf deutlich freundlicher: mit modernem Spielplatz, Baumhaus und Geschicklichkeitsparcours im nahen Wald.

Kulinarisch lohnt sich ein Ausflug: Die Gastgeber empfehlen das rund 40 Minuten entfernte, preisgekrönte Löffels Landhaus in Münstermaifeld, das konsequent auf regionale Küche setzt. Auch das charmante Monreal, die „Perle des Elztals“, ist mit seinen Fachwerkhäusern und Burgruinen einen Besuch wert.

Und wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, sorgt der Holzofen im Wohnzimmer für gemütliche Stunden – mit flackerndem Feuer und ganz ohne Tatort.

Der Name ARLO übrigens setzt sich aus ARthur und LOïc zusammen. Wer sich dahinter verbirgt, verraten vielleicht ja die beiden Gastgeber vor Ort.

Mehr Informationen gibt es direkt auf der Website von Maison ARLO.

www.eifel-maison-arlo.com
03.2025 // Redaktion: W. Minder & P. Rudolph, Fotos: privat

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