Wiedereröffnung des Schmitzundkunzt: Neustart in Location auf der Luxemburger Straße 284a

Ein wenig geschafft ist Vorstandsvorsitzender Günter Michael Schmitt in der letzten Woche vor dem ersten Termin in den neuen Räumen des Vereins Schmitzundkunzt: „Das ist jetzt der dritte Umzug, den wir gestemmt haben“, berichtet er, und außerdem: „Ich habe 28 Locations angesehen, bis ich diese hier gefunden habe, die gut passt. Viele waren einfach zu groß und zu teuer. Außerdem ist hier der Vermieter von unserem Konzept überzeugt – das ist ein Glücksfall.“

130 Quadratmeter, aufgeteilt in einen Raum mit Arbeitstischen und eine Empore mit Künstlerinnenatelier im ersten Stock sowie eine kleine Küche und zwei Räume für Kleidertausch- und Dingsbums-Tausch, umfasst das neue Domizil. Viele fleißige ehrenamtliche Helferinnen haben bei Umzug und Einrichtung geholfen – so konnte mit dem Kleidertausch am 2. Mai wieder gestartet werden.

Dieser findet zukünftig zweimal im Monat statt, und es geht wirklich um Tausch, so Günter Michael Schmitt, der von allen Günni genannt wird: „Man gibt etwas ab und kann etwas mitnehmen. Nur mitnehmen geht nicht. Nur abgeben schon.“ Die gleichen Regeln gelten für den Dingsbums-Tauschraum, in dem sich Haushaltsgegenstände, Dekoartikel, Musik-CDs, DVDs, Schallplatten, Taschen, Rucksäcke und viele andere Nützlichkeiten finden. Bücher werden ausdrücklich nicht mehr angenommen, da die abgegebenen Mengen einfach zu groß wurden.

Weitere Angebote sind das Repair-Café, das ebenfalls zweimal im Monat stattfinden wird. Hier werden nicht nur Elektrogeräte repariert, auch Fahrräder oder Computer und vieles mehr werden unter die Lupe genommen. Der große Arbeitsraum steht vierzehntägig für Nähkurse zur Verfügung. Hier gibt es sowohl für Anfänger*innen als auch für Fortgeschrittene Anleitung und gemeinsames Arbeiten.

Wöchentlich werden außerdem Pflanzen abgegeben, die aus Rettungsaktionen stammen. Das Seniorencafé wird auch bald wieder stattfinden, ebenso wie ein neues Angebot: Tufting, also das Herstellen von Teppichen und Wandbildern mittels einer bestimmten Technik, die dann im Schmitzundkunzt angeleitet wird.

Ebenfalls weiterhin zum Vereinsleben gehört das Stadtgärtnern im Sülzer Triangel. Das Urban-Gardening-Projekt läuft jetzt seit drei Jahren erfolgreich am Sülzgürtel, Höhe Euskirchener Straße, rund um das alte Transformatorenhäuschen gegenüber der Theodor-Heuss-Realschule.

Günni Schmitt ist sehr zufrieden mit den neuen Räumen: „Wir sind froh, wieder in Sülz zu sein. Das Schmitzundkunzt bietet Raum für Menschen, die eigene Aktivitäten entwickeln wollen. Diese sollen den Grundsätzen des Vereins entsprechen: Gemeinschaften bilden, Menschen helfen und Natur schützen.“

Öffnungszeiten und Angebote des Schmitzundkunzt sind immer aktuell im Internet zu finden und demnächst auch auf einem großen Bildschirm im Fenster der neuen Location. Da der Verein die Zeiten nicht immer garantieren kann, weil alles ehrenamtlich geleistet wird, empfiehlt es sich, tagesaktuell nachzuschauen, was möglich ist.

www.schmitzundkunzt.de
05.2026 // Redaktion: Dorothee Mennicken, Fotos: Monika Nonnenmacher

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